Wort zur Woche - Riedstadt

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Wort der Woche

„Herr, geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht;
denn vor Dir ist kein Lebendiger gerecht.“                
Römer 11,22

Liebe Leserin, lieber Leser,

wer meinte, die Zeit des Absolutismus sei vorbei, hat sich anscheinend geirrt. Täglich überschlagen sich Aussagen von Ergomanen, die so tun als seinen sie die wichtigsten und bedeutendsten Menschen auf der Welt. Was sind wir so stolz auf unsere Demokratie und ihre Strukturen, Mehrheitsentscheide herbeizuführen, von der politischen Diskussion zu leben, Sachargumente zu bemühen. Da genügt eine Twitternachricht, eine persönliche Erklärung und sofort ist eine Position festgeschrieben egal zu welchem Preis und wer dadurch vor den Kopf gestoßen und unter Druck gesetzt wird. Was einmal unter politischer Korrektheit verstanden wurde, auch die entsprechenden Umgangsformen, scheinen vergessen. Interessant sind die Begründungen wie nationale Interessen, Begünstigung von Unterstützern und „die Menschen da draußen“. Ich frage mich dann, meint er mich? Woher weiß ein Minister, dass ich so denke. Wer gibt ihm das Recht zu sagen, ich möchte, dass er sich wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt.

In der Losung zum heutigen Tag ruft Paulus das menschliche Maß in Erinnerung. Keiner ist nur gerecht und hat die Wahrheit für sich gepachtet. Wo ist das menschliche Maß in diesen Machtkämpfen unserer Tage geblieben? Wo die demokratischen Spielregeln und das Bewusstsein, dass politische Arbeit letztlich Dienst an der Gemeinschaft, für die Menschen und das Staatswesen ist. Anscheinend brauchen wir doch eine höhere Macht, brauchen wir Gott, um den Maßstab unseres Handelns nicht zu verlieren. Gerade in Zeiten, wo einzelne Menschen sich allzu wichtig nehmen und Dienen mit Machtausüben verwechseln.

Es grüßt Sie Karl Hans Geil, Dekan im Evangelischen Dekanat Ried

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