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Glockengeläut und Kerze anzünden.

Stille

Eingangsworte

Die Glocken läuten und rufen zum Gebet.
Wir sind an verschiedenen Orten, durch Gott verbunden im Geist.


           „Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“

                        (Ps 145,15)

Dieser Vers zum Erntedankfest beschreibt unsere Hoffnung auf Gottes Hilfe,
damit wir unsere Verantwortung für die Schöpfung immer mehr wahrnehmen
und nicht vergessen: Wer lobt und dankt, ist reich an Leben.
So sind wir hier vor Gott,
Quelle und Ziel allen Lebens,
menschgewordene Liebe,
Kraft in unserer Mitte.
Amen.

Lied        EG 508, 1+4        Wir pflügen und wir streuen  youtube

Wir beten den Psalm 104
mit den Worten einer modernen Übertragung

Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Du, Gott, lässt frisches Wasser aus den Quellen sprudeln.
Alles, was lebt, kann seinen Durst stillen:
Die Tiere des Feldes, das Wild, die Vögel, wir Menschen.

Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Du, Gott, lässt es regnen. Früchte, Gras und Getreide können wachsen.
Tiere und Menschen haben zu essen und können sich daran freuen.

Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Du hast Sonne und Mond gemacht,
Tag und Nacht und den Jahreslauf eingeteilt.
Alles, was lebt, hat seinen Rhythmus.
Wir sind tagsüber munter und ruhen in der Nacht.

Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Herr, unser Gott, wie sind deine Werke so groß und so viel!
Du hast sie alle weise geordnet,
und die Erde ist voll deiner Güter!

Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Alle warten darauf, dass du ihnen zu richtigen Zeit gibt, was sie brauchen!
Aber wenn du nicht bei ihnen bist,
haben sie keine Zukunft!

Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Von Dir, Gott, kommt alles Lebendige!
Du machst alles neu!
Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich,
der Herr freue sich seiner Werke!
Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!

Gebet
Wir beten:
Gott, danke, dass du die Natur schön geschaffen hast.
Gib uns Augen sie zu sehen, uns daran zu erfreuen
und schenke uns die Kraft, sie zu erhalten.
Gott, danke, dass wir dankbar sein können.
Lass uns das Schöne erkennen und wahrnehmen.
Lass uns wahrnehmen, was uns Kraft, Ruhe und Freude schenkt.
Amen.

Lesung
Die Lesung für den heutigen Sonntag steht im
1. Timotheus-Brief, in Kapitel 4 die Verse 4+5.
Die BasisBibel übersetzt so:
     Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut.
     Und er hat nicht verworfen, was mit Dankbarkeit angenommen wird.
     Es wird nämlich heilig durch Gottes Wort und durch unsere Fürbitte.
     Selig sind, die Gottes Wort hören und danach leben.
     Halleluja

Lied        EG 420, 1-5        Brich mit den Hungrigen dein Brot   youtube

Impuls
Heute zum Erntedankfest lade ich Sie ein, darüber nachzudenken, wofür Sie dankbar sind. Dabei möchte ich Sie, nicht nur gedanklich, ein bisschen in Bewegung setzen.
Bitte überlegen Sie sich fünf bis sieben Dinge, für die Sie heute besonders dankbar sind. Am besten schreiben Sie sie auf ein Blatt Papier.
Und dann suchen Sie sich in ihrer Wohnung jeweils ein passendes Symbol dazu und legen es neben das beschriebene Blatt Papier, zu Kerze, Bibel und Gesangbuch.
Wenn Sie alles beieinanderhaben, beten Sie Ihr ganz eigenes Dankgebet.
Zur Anregung habe ich ein paar Beispiele ausgesucht.
Mit den Äpfeln danke ich Dir, Gott, dass es so vieles gibt, was mir gut schmeckt.
Mit den Holzpellets danke ich Dir, Gott, dass ich in einer Wohnung wohne, in der ich nicht frieren muss.
Mit der Engelfigur danke ich Dir, Gott, dass Du immer bei mir bist.
Das sind nur einige meiner Beispiele. Ihre ganz persönlichen Danke-Gedanken zeigen, wie reich wir beschenkt sind. Lassen Sie uns das wahrnehmen und unser Herz erfreuen.
Amen.

Lied        EG 632, 1-5        Wenn das Brot, das wir teilen   youtube

Fürbittgebet
(nach Stephan Goldschmidt, Denn du bist unser Gott)
Wir haben viele Gründe, dir zu danken, du großzügiger Gott.
Danke für die Schönheit der Erde und die Weite des Meeres,
für Berge und Hügel, Flüsse und Bäche, für die Vielfalt der Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer.

Wir danken dir für Sonne und Regen,
für das Wachsen der Saat und das Reifen der Früchte,
für die Blumen auf dem Feld und den Schatten der Bäume.
Du schenkst uns reichlich und füllst unsere Hände mit Gaben,
damit wir uns freuen, damit wir in Fülle leben
und mit unseren Nächsten teilen.

Wir bitten dich, dass du uns die Augen öffnest,
damit wir hinter dem Reichtum der Gaben dich erkennen
als Schöpferin und Erhalter allen Lebens.

Wir bitten dich, dass du uns die Ohren öffnest,
damit wir im Singen der Vögel und im Rauschen des Windes
das Danklied hören, das alle Kreatur dir zu Ehre anstimmt.

Wir bitten sich, dass du unsere Kehle öffnest,
damit wir einstimmen in das Lob der Schöpfung
und dir danken unser Leben lang.

Wir bitten dich, dass du unsere Herzen öffnest,
damit wir die Not sehen, die es in der Welt gibt,
damit wir unser Hände öffnen
und von dem abgeben, was du uns schenkst.
Amen.

Vaterunser

Lied        EG 562, 1-3        Segne und behüte   youtube


Segen
Geh in die kommende Woche gesegnet von Gott:
Gott segne Dich und behüte Dich.
Gott lasse das Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Gott erhebe das Angesicht auf Dich und schenke Dir und der ganzen Welt Frieden.
Amen.

Stille.

Kerze auspusten
und vielleicht lassen Sie Ihre ganz persönlichen Danke-Symbole noch ein bisschen sichtbar stehen, um sich daran zu erinnern und zu erfreuen.

Glockenläuten    &     Kerze anzünden

Einstimmung
 „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“
Aus diesen Worten spricht ein großes Vertrauen.
Ein Vertrauen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.
Dass er da ist, in jedem Moment unseres Lebens.
So werden wir still und halten unserem Gott unsere Sorgen hin.

       Stille

Bei Gott sind wir geborgen im Namen Gottes, des Vaters,
des Sohnes, des Heiligen Geistes.
Amen

Lied        EG + 102    Da wohnt ein Sehnen tief in uns LINK

Psalm 130
(Basisbibel – wenn möglich, im Wechsel sprechen)

Tief aus dem Abgrund, Herr, rufe ich dich.
Mein, Herr, höre meinen Hilfeschrei!
Deine Ohren sollen aufhorchen,
    mein Flehen um Gnade sollen sie hören!
Wenn du, Herr, die Sünden zählen würdest:
    Mein Herr, wer könnte vor dir bestehen?
Doch bei dir liegt die Kraft der Vergebung.
    Dafür begegnet man dir mit Ehrfurcht.
Ich hoffe auf den Herrn. Voller Sehnsucht hoffe ich auf ihn
    Und warte auf sein befreiendes Wort.
Voller Sehnsucht warte ich auf den Herrn,
    mehr als die Wächter auf den Morgen.
So soll Israel auf den Herrn warten!
Denn bei dem Herrn ist Gnade zu finden,
und er befreit von aller Schuld.
    Ja, er wird Israel von Schuld befreien
    und ihm alle seine Sünden vergeben.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

Gebet
Jesus Christus, wir hören, wie du zu uns sagst:
„Sorgt euch nicht um euer Leben.“
Es fällt uns so schwer uns auf deinen Ruf einzulassen.
Denn wir sorgen uns und ängstigen uns immer wieder
um unser Leben und um das Leben unserer Lieben.
So bitten wir dich, befreie uns von unserer Sorge und unserer Angst im Leben.
Hilf uns, dass wir immer mehr darauf vertrauen, dass du für uns sorgst.
Lass uns – befreit von der Last unserer Sorge – den Weg gehen,
den du für uns bereitest, zum Wohl der ganzen Schöpfung.
Amen.

Lesung: Galater 5, 25-6,10

Aus dem Geist Gottes heraus das eigene Leben führen. Das gibt uns Paulus im Galaterbrief auf. Was heißt das für uns? Das Leben aus dem Geist Gottes heraus führen? Nun, ich glaube, dass es anfängt damit, dass ich mein eigenes Leben als ein Geschenk betrachte. Dass täglich mein Atem durch meinen Körper fließt, ich ein und ausatme, ganz ohne groß nachzudenken, dass ist Geschenk Gottes. Ich bin Kind Gottes. Vielleicht halten Sie jetzt einmal einen kurzen Moment inne und spüren ihren eigenen Atem in ihrem eigenen Rhythmus. Einfach nur wahrnehmen. Ohne den Atem zu beeinflussen. Er muss nicht langsamer sein oder schneller. Er ist einfach da. Horchen wir in uns hinein.

Atem wahrnehmen.

Aus dem Geist Gottes heraus das eigene Leben führen. Ich stelle fest: Auch wenn mir das manchmal nicht bewusst ist: Der Geist Gottes, der Odem des Leben, ist da. Mitten in mir. Ich werde in jedem Moment meines Lebens belebt durch Gottes Anwesenheit. Das zweite, was mir wichtig ist, ist, dass ich mir und meinen Mitmenschen den nötigen Raum zu Atmen lasse. Die östliche Spiritualität spricht von der Aura des Menschen, die ihn umgibt. Ja probieren wir es doch einfach mal aus, wenn wir das nächste Mal mit anderen zusammenstehen, gehen wir aufeinander zu und spüren in uns hinein, wieviel Abstand brauche ich zu meinem Mitmenschen? Wieviel Raum wünsche ich mir zwischen uns? Und wieviel Raum wünscht der andere sich?
Dafür sensibel zu werden, dass ich Raum brauche und dass meine Mitmenschen Raum brauchen ist glaube ich eine der Hauptaufgaben in unserem Miteinander. Und darauf weist uns schon Paulus im Galaterbrief hin: Lebt in Freundlichkeit, dabei muss jede für sich selbst darauf achten, dass sie nicht auf die Probe gestellt wird.
Und das dritte was mir an diesem Text wichtig geworden ist: Helft einander, Lasten zu tragen. Meine Schwiegermutter hatte diesen Vers als Konfirmationsspurch. Aber sie sagte mir stets: Julia, ich möchte keine Lasten mehr tragen. Ich möchte endlich spüren, dass die Last weg ist….Hier so denke ich lief etwas schief. Sie hat ihr Leben lang für andere gesorgt. Hatte 7 Kinder und hat für alle 16 Enkelkinder und später für die vielen Urenkel gebacken, gewirkt und gemacht…Sie hat uns allen viele Lasten abgenommen. Doch manchmal war das einseitig. Manchmal lebten wir einfach auf Kosten der Schwiegermutter. War es doch so einfach, sich darauf zu verlassen, dass sie schon für uns alle sorgt. Paulus bittet im Galaterbrief aber um etwas anderes: Er bittet darum, dass wir gemeinsam die Lasten des Lebens tragen, dass wir einander helfen und dass wir die Last, wenn sie uns zu schwer wird Gott anvertrauen. So können wir alle einander helfen: Mit dem gemeinsamen Gebet. Mit der Fürbitte für andere. Eine Haltung, die auch mich verändert. Wie oft höre ich bei Hausbesuchen: Und als ich sah, wie es anderen geht, da wurde ich plötzlich ganz dankbar. Ja, ich glaube der Schlüssel dazu, die eigenen Sorgen auf Gott werfen zu können ist die Haltung der Dankbarkeit gegenüber dem Leben.
Deswegen: Lasst uns immer wieder mal innehalten. Den eigenen Atem spüren. Und den Raum, den wir selbst und den die Menschen um uns herum benötigen.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche mit ganz viel Wahrnehmung und Achtsamkeit.
Ihre Pfrin. Julia Bokowski

Lied        EG 632     Wenn das Brot das wir teilen als Rose blüht LINK


Gebet
Gott unseres Lebens,
wir wollen darauf vertrauen, dass dir keine Sorge zu groß
und kein Glaube zu klein ist: Du sorgst für uns!
Wir denken an alle, deren Vertrauen ins Leben so erschüttert ist, so dass Angst den Alltag bestimmt. So viele Menschen sind traumatisiert durch die Erfahrung von Terror, Flucht, Krieg und Unterdrückung.
Wir bitten dich: Hilf ihnen, dass ihre Last leichter werden kann!
Wir denken an alle, deren Aufgabe es ist, für Ordnung zu sorgen, Leben zu schützen und Sicherheit zu gewährleisten. Hilf du, dass sie ihre Aufgabe verantwortungsvoll ausüben, Vertrauen und Respekt verdienen und bekommen. Wir bitten dich: Schenke Anstand und Achtung, Dankbarkeit und ein gesegnetes Miteinander.
Wir denken an alle, die den Mut haben, sich für eine gerechtere und bessere Welt einzusetzen mit ihrer Fürsprache, ihrer Lebensweise, ihrem Mitdenken.
Wir bitten dich: Stärke sie in ihrem Vertrauen und schenke ihnen Mut.
Bleibe bei uns, guter Gott, in all unseren Zweifeln, wenn unser Glaube klein wird und die Widrigkeiten groß – halte uns aus und hilf uns, auszuhalten.

Vater unser

Lied        EG + 37    Möge die Straße uns zusammenführen LINK


Segen  (Sie können dabei die Hände wie eine Schale geöffnet vor sich halten)
In unseren Herzen und Häusern sei der Segen Gottes.
             In unserem Kommen und Gehen sei der Friede Gottes.
In unserem Leben und Glauben sei die Liebe Gottes.
             An unserem Ende und neuen Anfang sei die Gnade Gottes.
Amen

Stille         Kerzenlicht löschen   

Entwurf: Pfrin. Julia Bokowski


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KircheZuHause

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Riedstädter feiern verbunden im Glauben gemeinsam Gottesdienste zu Hause.

Ein wöchentliches Angebot der fünf evangelischen Kirchengemeinden in Riedstadt
(Crumstadt – Erfelden – Goddelau – Leeheim – Wolfskehlen)

Vorbereitungsgedanken:
Es hilft, sich einen ruhigen Ort zu gestalten, vielleicht auch ein klein wenig dekorativ, um sich wohlzufühlen. Sorgen Sie dafür, dass Sie die nächste Zeit ungestört verbringen können. Stellen Sie eine Kerze hinzu. Legen Sie sich ein Gesangbuch und ein Feuerzeug bereit.
Wenn Ihnen das Singen schwerfällt, lesen Sie sich die Liedtexte laut vor.
Das laute Lesen (auch der anderen Texte) eröffnet Ihnen einen tieferen Zugang.
Wenn Sie das Geläut der Kirche hören können, zünden Sie die Kerze an und verweilen in der Stille. Ansonsten beginnen Sie mit dem Lesegottesdienst um 10 Uhr. Damit wissen wir uns alle – obwohl getrennt - in einer großen Gemeinschaft doch verbunden...

Vorbereitung: Kerze – Gesangbuch

 

 

Jahreslosung 2022

www.verlagambirnbach.de
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