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 „Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen“
(1.Mose 21.6.)

Der Monat Februar hat diesen besonderen biblischen Vers als Überschrift.
Sara hatte jahrelang nichts zu lachen. Sie war kinderlos, in biblischer Zeit ein schlimmes Schicksal. Dann aber kam doch noch der ersehnte Nachwuchs – Grund zur Freude, zum Lachen und Feiern.
In diesen Februar-Tagen erreicht der Karneval wieder seinen Höhepunkt - Schunkeln, Singen, Lachen. Trotz allen Widrigkeiten, trotz allen Krisen.  Ist uns zum Lachen zumute? Worüber haben Sie sich zuletzt gefreut?...
Feiern wir diesen Gottesdienst und erinnern uns daran, dass Gott uns Lebensfreude und Ermutigung schenken will…

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

Worte nach Psalm 30 – (Johannes Hansen)
Wer in der Tiefe war, ganz unten, entsetzt, verzweifelt, verloren, am Ende
und wieder leben darf,
      kann nicht schweigen,
      muss reden, singen, danken, beten, erzählen und loben.
Wer Gott verlor, sich selbst, Freunde, Glück, Hoffnung, das Leben
und von Gott gefunden wurde,
      kann aufatmen, hell lachen, wieder denken,
      darum danken, neu beginnen und lieben.
Nach dem Dunkel kommt ein neuer Morgen,
verstummen Feinde, freuen sich Freunde,
     trocknen die Tränen, beginnt der Tanz.
    Denn nun bleibt lebenslang seine Gnade.

Lied EG 272    Ich lobe meinen Gott

Gebet + Stille

Wir sind da, Gott,
bringen, was uns auf dem Herzen liegt – Glück und Last.
Vielen ist das Lachen vergangen in der letzten Zeit.
Vielen fehlt es an Freude, an Leichtigkeit, an Ermutigung.
Gemeinsam sind wir hier. An verschiedenen Orten.
Verbunden durch dich, durch deinen Geist des Trostes, der Stärke, der Lebenslust.
Was uns belastet, was uns freut. Wir sagen es dir in der Stille.
Stilles Gebet

Zusage 
Bei dir Gott, ist die Quelle allen Lebens.
In deinem Licht sehen wir das Licht!
So sollen sich freuen alle, die Gott vertrauen.

Lied EG 181.6    Laudate omnes gentes/ Lobsingt, ihr Völker alle

Lesung aus Römer 12                     
Neue Genfer Übersetzung
Eure Liebe soll echt sein, nicht geheuchelt.
Verabscheut das Böse, haltet euch unbeirrbar an das Gute.
Lasst im Umgang miteinander Herzlichkeit und geschwisterliche Liebe zum Ausdruck kommen.
Übertrefft euch gegenseitig darin, einander Achtung zu erweisen.
Lasst in eurem Eifer nicht nach, sondern lasst das Feuer des Heiligen Geistes in euch immer stärker werden. Dient dem Herrn.
Freut euch über die Hoffnung, die ihr habt. Wenn Nöte kommen, haltet durch.
Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen.
Helft Gläubigen, die sich in einer Notlage befinden; lasst sie mit ihrer Not nicht allein. Macht es euch zur Aufgabe, gastfreundlich zu sein.
Segnet die, die euch verfolgen; segnet sie, verflucht sie nicht.
Freut euch mit denen, die sich freuen; weint mit denen, die weinen.
Lasst euch im Umgang miteinander davon bestimmen, dass ihr ein gemeinsames Ziel habt.
Amen

Lied EG+75        Da berühren sich Himmel und Erde

Impuls
    „FÜLLE UNSEREN MUND MIT LACHEN" bitten die Beter in den Psalmen.
Wann haben Sie zuletzt aus voller Kehle gelacht? Worüber sich lauthals gefreut?
Wenn unsere Enkelin bei uns zu Besuch ist, passiert das öfter. Ich lache sie nicht aus, sondern freue mich einfach über ein Wort oder eine Geste von ihr.
Manchmal ist das einfach zu schön…
Beim letzten Männertreff im Gemeindehaus haben wir lauthals über uns gelacht. Es ging um Lieder, die uns in einem Abschnitt unseres Lebens begleitet haben. Jeder hat „seinen Hit“ anonym aufgeschrieben. Die Lieder wurden gespielt und es war von Jimmie Hendrix über Lena Valaitis bis zu Verdis „Nabucco“ alles dabei. Dann haben wir geraten, wer sich welchen Song gewünscht hat. Da lagen wir ganz oft falsch. Einfach schön. Einfach witzig und zum Miteinander-Lachen! Und wir lernten uns auch noch besser kennen, weil jeder was „Echtes“ von sich und seinem „Hit“ gesagt hat.
    „FÜLLE UNSEREN MUND MIT LACHEN“
Wie sieht es aktuell mit ihrer Lebensfreude und ihrem Lachen aus?
Dürfen wir überhaupt lachen, wo in der Ukraine Menschen getötet und verwundet werden, wo so viel Unrecht um uns ist? Wo die Klimakrise um sich greift?  Bleibt uns da das Lachen nicht im Hals stecken?

Wir betreuen seit dem Herbst eine Familie, die aus dem Irak nach Deutschland geflüchtet ist und harte Zeiten hinter sich hat. Sie kennen erst einmal niemand, müssen die Sprache neu lernen, haben alles zurückgelassen. Eine erste Situation, hart für die Eltern mit ihren drei Söhnen. Und trotzdem: Wir lachen miteinander und wundern uns über die schwere deutsche Sprache. Es befreit und ermutigt, miteinander zu lachen.
So kann ich auch nachvollziehen, dass die Narren und „Jecken“ in diesen Tagen verkleidet und mit viel Musik und Gesang feiern wollen. Frohsinn und Tanz, Lachen und Geselligkeit kamen in den letzten Corona-Jahren zu kurz, ganz bestimmt.
Und der Glaube an Gott? Ist der nur für ernste Mienen und starre Gesichter? Schließt das nicht buntes Treiben, Jux und Tollerei aus?
Wer Glaube so einschätzt, hat m.E. ein völlig schiefes Bild von Gott und von dem, was die Bibel erzählt. Denn auch in der Bibel ist sehr oft von der Freude die Rede - auch von der Freude unter den noch nicht endgültig erlösten Christen.
Freude und Lachen gehören eng zusammen. Lachen kann befreien. Gesichert ist: Der Mensch muss 43 Muskeln bewegen um finster zu schauen, aber nur 17, um zu lächeln. Lachen ist also viel weniger anstrengend und energieaufwendig, als unzufrieden und ernst zu blicken. Darüber hinaus ist Lachen gesund, denn durch das Lachen kommt es zu einer vermehrten Sauerstoffaufnahme in den Lungen. Die Durchblutung wird verbessert und der Kreislauf stabilisiert, dadurch geht es uns besser.  - Wenn es nach Gott ginge, der unser Heil will, müssten wir also viel mehr für den Humor tun, auch in der Kirche. Und deswegen kommt jetzt eine Geschichte zum Schmunzeln:

Der bekannte evangelische Theologe Friedrich Schleiermacher - er lebte von 1768 bis 1834 - wurde einmal von einem Kollegen gefragt, warum seine Gottesdienste, anders als sonst in Berlin, so ausgesprochen gut besucht seien.
Schleiermacher erwiderte: Meine Studenten kommen wegen der Examina zu mir, die jungen Damen kommen wegen der Studenten, die älteren Herren kommen wegen der jungen Damen und die älteren Damen wegen ihrer Ehemänner.
Im herzhaften Lachen lösen sich die Unzulänglichkeiten der Welt zwar nicht auf,
aber es wird deutlich, dass wir ihnen heiter begegnen können. Lachen befreit.
Dieses Lachen muss dann wohl von Gott stammen, der uns Menschen freimacht, der uns zusagt, von ihm geliebt und gehalten zu sein.
Darum nehmen Sie diese fromme Bitte mit in die nächste Woche:
„FÜLLE UNSEREN MUND MIT LACHEN!"
Amen

Lied EG 638,1-3        Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt    

Fürbitten
Jesus spricht: „Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.“ So wollen wir bitten:
Gott, Lachen, Humor und Christsein -  oft sehen wir das als Gegensätze. Und wir haben Bilder von ernsten und gebeugten Christen vor Augen.
Dabei bist du ein Gott des Lebens, der uns Menschen das volle Leben gönnt -  und dazu gehören Liebe, Lust und Lachen.
Darum hilf uns, damit wir über uns lachen können und uns nicht zu wichtig nehmen.
Herr, wir bitten für die Menschen denen das Lachen vergangen ist, weil sie sich
Sorgen machen, weil sie Kummer tragen und eine Last sie beugt.  
Wandle du die Tränen in Lachen, die Klage in Freude.
Herr, was immer uns erwartet, was zu tun und was zu lassen ist. Wir wollen das Lachen nicht vergessen. Weil das Lachen uns daran erinnert, dass wir in deiner Schöpfung leben und du uns Leben und Seligkeit versprochen hast. Amen    
Vaterunser

Lied EG+60, 1-3    Vergiss es nie

Segen

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden
im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung
durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Amen

Stille            Kerzenlicht löschen   

Entwurf: Pfr. Jürgen Bode                                                                   

Copyright Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg

Kerze anzünden.               Stille

Eingangsworte
Wir sind an verschiedenen Orten, durch Gott verbunden im Geist.
Wir beginnen das neue Jahr, indem wir auf Gottes Wort hören, singen und beten und hoffentlich etwas von Gottes Gnade, Liebe und Wahrheit spürbar wird wie es in der Jahreslosung heißt: Du bist ein Gott, der mich sieht.

So feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes:
Quelle des Lebens, menschgewordene Liebe, Kraft in unserer Mitte.
Amen.

Eingangslied: Nun lasst uns geh‘n und treten (58, 1-7)

Gebet
Wir beten:
Du unser Gott, du siehst uns als die, die wir sind.
Dafür danken wir Dir und möchten am Beginn des neuen Jahres auf dein Wort des Heils hören. Deshalb bitten wir: Rede du jetzt zu uns.
Du hast uns deinen Sohn geschenkt, du Vater des Lebens,
ein Licht, mitten im Dunkel dieser Welt.
Hilf uns, uns immer wieder auf die Suche zu machen nach diesem Licht,
schenke uns wache Augen, dass wir es entdecken
zwischen unseren alltäglichen Erfahrungen.
Und gib uns den Mut, auf dein Wort hin, immer wieder Neues zu wagen.
Amen

Erzählung

Du bist ein Gott, der mich sieht.
Dieser Satz der diesjährigen Jahreslosung steht im 16. Kapitel des 1. Buch Mose.

(Lesen Sie gerne das ganze Kapitel in der Bibel). Hagar, um die es in dieser Geschichte geht, wurde vielleicht noch nie vorher in ihrem Leben wirklich wahrgenommen. Sie war eine versklavte Frau aus Ägypten ohne Selbstbestimmungsmöglichkeiten. Als ihre Herrin Sarai nicht schwanger wurde, schickte sie ihren Mann Abram zu Hagar, damit sie stellvertretend für Sarai einen Sohn bekommen sollte. Das war damals nicht unüblich, führte aber dazu, dass Hagar, so erzählt es die Bibel, „ihre Herrin gering achtete“, was diese dazu veranlasste, sich bitter bei Abram zu beschweren. „Und Abram sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tu mit ihr, wie dir’s gefällt.“   Da demütigte Sarai sie, sodass Hagar vor ihr in die Wüste floh. Dem Verhungern und Verdursten nahe nimmt sie die Nähe Gottes wahr. Sie spürt Gottes wohlwollenden, gnädigen Blick. In Gestalt eines Engels wird ihr und ihrem Kind Segen zugesprochen und Hagar bekennt: Du bist ein Gott, der mich sieht.

Lied: Großer Gott, wir loben Dich (331, 1-3+5)

Impuls zum Motiv „Weltkugel“ (copyright Agentur des Rauhen Hauses)
Sehen und gesehen werden, das ist wichtig im menschlichen Leben. Wenn ich übersehen werde, tut das meistens weh. Es kränkt uns, wenn wir nicht wahrgenommen werden.
Wie gut das Wort der Jahreslosung da tut: Du bist ein Gott, der mich sieht.
Was bedeutet es für Sie wenn Sie angesehen werden? Wenn Sie angesehen sind – so wie Sie sind? Mit offenem liebevollem Blick. Genau das ist die Zusage Gottes an jeden Menschen. Niemand braucht bei Gott Angst zu haben, in der Anonymität unterzugehen.
Diesen Gedanken strahlt für mich der Globus auf unserem Titelbild aus. Viele ganz unterschiedliche Menschen in ganz verschiedenen Stimmungen sind hier zu sehen. Viele Altersgruppen, unterschiedliche Hautfarben, wechselnde Hintergründe. Ein Bild voll Lebensfreude, Buntheit und Leichtigkeit.
Gleichzeitig erinnern mich die „Kacheln“ auf dem Globus auch an zahlreiche digitale Treffen während der Lockdowns in den Anfängen der Corona-Pandemie. Sicherlich gab es auch da echte menschliche Begegnungen – aber letztlich blieb doch jede*r für sich alleine – für alle anderen nur eine Kachel unter vielen. Auch in unserem Weltkugel-Bild treten die Gesichter nicht zueinander in Verbindung.
Und dann gibt es ja noch die Drohung, mit der leider viele Christinnen und Christen aufgewachsen sind: Gott sieht alles! Das ist kein liebevoller göttlicher Blick, sondern steht für Erziehungsmethoden, die mit Strafen, Kontrolle, Gewalt, Demütigungen oder Einschüchterungen verbunden sind und die Absicht haben, Kinder und Jugendliche völlig unterzuordnen.
Das ist das Gegenteil dessen, was die Bibel meint, wenn sie davon spricht, dass Gott den Menschen ansieht. Gott sieht mich so, wie ich bin – wunderbar gemacht (wie es Psalm 139, 14 heißt).
Gott lässt sich berühren. Gott sieht die Not. Bei Gottes Sehen geht es um Gnade, Verheißung und Leben. Diese Erfahrung Gottes lässt uns Menschen die Schönheit der Schöpfung erfahren und entsprechend sorgsam mit ihr umgehen. Auch mit uns selbst. Und allen anderen.
Jede Form von Menschenfeindlichkeit wie Hass, Gewalt und Krieg, Ausgrenzung oder Rassismus verbieten sich, weil Gott niemanden ausgrenzt und wir alle darauf vertrauen können:
     „Du bist ein Gott, der mich sieht!“
Was für eine Ermutigung für dieses neue Jahr.
Amen.

Lied: Von guten Mächten wunderbar geborgen (65, 1-7 oder EG+ 6, 1-6)

Fürbittgebet

Du, unser Gott, du bist ein Gott, der mich sieht“.
Unsere Welt ist unübersichtlich und voller unseliger Zustände. Sieh dir an, Gott, was wir nicht selber bewältigen können, wir brauchen deine Hilfe.
Menschen sind auf der Flucht: vor Krieg, vor Hunger, vor Verfolgung.
Gott, gib ihnen ein Zuhause!
Manche Menschen meinen, sie müssten sich als anders ausgeben, als sie es sind, und werden dadurch unglücklich und manchmal sogar krank.
Gott, versichere  du sie deiner Liebe!
Menschen werden übersehen. Niemand erkennt ihre Trauer, ihre Wut, ihre Verzweiflung, außer Dir. Lass sie deine freundlichen Blicke spüren.
Lass uns offene Augen und Ohren für die Menschen haben, die uns begegnen!
Hilf uns, dass wir einander wahrnehmen, dass wir uns wahrhaftig begegnen und so einander Türen ins Leben öffnen.
Amen.
Vaterunser

Lied: Herr, wir bitten, komm und segne uns (590, 1-3)

Segen

Geh in die kommende Zeit gesegnet von Gott:
Gott segne Dich und behüte Dich.
Gott lasse das Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Gott erhebe das Angesicht auf Dich und schenke Dir und der ganzen Welt Frieden.
Amen

Stille.  Kerze auspusten

https://bloggermymaze.wordpress.com/2012/02/06/das-st-omer-labyrinth-und-das-chartres-labyrinth/Im Rathaus von Gent (Belgien) gibt es im Pacificatizaal ein 1533 gebautes Bodenlabyrinth mit den Abmessungen 11.05 m x 13.30 m in rechteckiger Form, das bis heute erhalten ist. Es wird gebildet von 41 waagrechten und 49 senkrechten Reihen aus schwarz-weißen Platten, und ist offensichtlich dem St. Omer Labyrinth nachempfunden.

Glockengeläut und Kerze anzünden.

Stille

Eingangsworte

Die Glocken läuten und rufen zum Gebet.
Wir sind an verschiedenen Orten, durch Gott verbunden im Geist,
der uns mit den Worten des Apostel Paulus ermutigt:

     „Selig sind, die Frieden stiften;
     denn sie werden Gottes Kinder heißen."
                
(Mt 5,9)

Frieden stiften können wir nicht allein,
deshalb sind wir hier vor Gott, Quelle und Ziel allen Lebens,
menschgewordene Liebe, Kraft in unserer Mitte.
Amen.

Lied        Morgenglanz der Ewigkeit (EG 450)

Psalm 85, 9-12 (Übersetzung BasisBibel)
Ich will hören, was Gott zu sagen hat.
Gott redet vom Frieden.
Gott verspricht ihn seinem Volk und seinen Frommen.
Doch sie sollen nicht zurückkehren
zu den Dummheiten der Vergangenheit!
Ja, Gotte Hilfe ist denen nahe, die zu ihm gehören.
Dann wohnt seine Herrlichkeit wieder in unserem Land.
Güte und Treu finden zueinander.
Gerechtigkeit und Frieden küssen sich.
Treue wächst aus der Erde empor.
Gerechtigkeit scheint vom Himmel herab.

Gebet
Ein Sonntagmorgen im November. Erinnerungen werden wach:
an Schweres in eigenen Leben, an Schweres im Leben anderer.
An das, was uns angetan wurde.
Und auch an das, was wir anderen angetan haben.
Wir bringen vor Gott, was in unseren Seelen schlummert und bitten:
Gott, erbarme dich.

So spricht Gott:
„Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe.
Gedanken des Friedens und nicht des Leides,
dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Jer 29,11)
Amen.

Lesung
Wo Gott ist, da muss doch Frieden sein!
In der Lesung für den heutigen Sonntag geht es um diese Frage, aber sie wird anders gestellt. Lukasevangelium Kapitel 17 die Verse 20-24.
Vom Kommen des Gottesreiches
20 Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?,
    antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen;
21
man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet,
    das Reich Gottes ist mitten unter euch. Vom Tag des Menschensohns
22 Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, in der ihr begehren werdet,
    zu sehen einen der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen.
23
Und sie werden zu euch sagen:
     Siehe, da!, oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher!
24 Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern,
    so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.


Lied        Wir warten dein, o Gottes Sohn (EG 152)

Impuls
Bitte schauen Sie sich das Bild des Labyrinths auf der ersten Seite dieser „Kirche zu Hause“ an.
Auf den ersten Blick scheint der Weg klar, eindeutig und gerade zu sein. Hin zur Mitte. Doch dann, die erste Biegung – keine andere Möglichkeit (anders als im Irrgarten). Manchmal führt der Weg weiter ins Innere, manchmal weiter weg. Zweifel entstehen. Bin ich auf dem richtigen Weg? Ist das vielleicht doch eine Sackgasse (wie im Irrgarten)? Der Blick auf das Kreuz hilft Orientierung zu finden und Hoffnung. Unter dem Kreuz ist das Ziel – die Mitte, Auferstehung und Leben.
Wenn ich so auf die Wege zurückblicke, die ich gegangen bin, und darauf vertraue, dass Gott mich geführt hat, auch in der Dunkelheit, dann weiß ich, dass Gott mit seiner Gnade bei mir war. Darum bitte ich:
Lass meine Seele wieder Frieden finden und schenke mir dein Hei. Zu dem du mich berufen hast.
Amen.


Fürbittgebet
Wir halten Fürbitte:

Du unser Gott, zu dir dürfen wir kommen mit allem, was uns am Herzen liegt. Dafür danken wir dir.
Vor dir Gott denken wir an die Menschen, die hilflos und schutzlos leben müssen. An Menschen, die leiden unter Krieg und Gewalt. An Menschen, die leiden unter Armut und Flucht. Denen es am Nötigsten fehlt.
Schenke ihnen Menschen, die für ihre Sache eintreten.
Wir denken an die Menschen, die in unserem Land Recht sprechen.
Schenke ihnen Weisheit im Urteilen, dass sie in der Verantwortung vor dir für Recht und Gerechtigkeit sorgen.
Wir denken an die Menschen, die müde und trostlos geworden sind.
Die das Vertrauen verloren haben in deine Liebe und Macht.
Schenke ihnen Ausdauer und Beharrlichkeit, auch morgen wieder zu beten.
Wir denken an die Menschen, die krank sind.  An die, die im Sterben liegen.
Lass sie Deine Nähe spüren und heil werden an Leib und Seele.

Wir bitten dich, guter Gott, für die Menschen und Dinge,
die uns sonst noch am Herzen liegen und bringen sie in der Stille vor dich.
Alles legen wir in deine Hände.
Amen.

Vaterunser

Lied        Such, wer da will, ein ander Ziel (EG 346)

Segen

Geh in die kommende Woche gesegnet von Gott:
Gott segne Dich und behüte Dich.
Gott lasse das Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Gott erhebe das Angesicht auf Dich
und schenke Dir und der ganzen Welt Frieden.
Amen.

Stille    -    Kerze auspusten


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KircheZuHause

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Riedstädter feiern verbunden im Glauben gemeinsam Gottesdienste zu Hause.

Ein wöchentliches Angebot der fünf evangelischen Kirchengemeinden in Riedstadt
(Crumstadt – Erfelden – Goddelau – Leeheim – Wolfskehlen)

Vorbereitungsgedanken:
Es hilft, sich einen ruhigen Ort zu gestalten, vielleicht auch ein klein wenig dekorativ, um sich wohlzufühlen. Sorgen Sie dafür, dass Sie die nächste Zeit ungestört verbringen können. Stellen Sie eine Kerze hinzu. Legen Sie sich ein Gesangbuch und ein Feuerzeug bereit.
Wenn Ihnen das Singen schwerfällt, lesen Sie sich die Liedtexte laut vor.
Das laute Lesen (auch der anderen Texte) eröffnet Ihnen einen tieferen Zugang.
Wenn Sie das Geläut der Kirche hören können, zünden Sie die Kerze an und verweilen in der Stille. Ansonsten beginnen Sie mit dem Lesegottesdienst um 10 Uhr. Damit wissen wir uns alle – obwohl getrennt - in einer großen Gemeinschaft doch verbunden...

Vorbereitung: Kerze – Gesangbuch

 

 

Jahreslosung 2022

www.verlagambirnbach.de
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