KircheZuHause Gottesdienste für Zuhause - Riedstadt

Riedstadt

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Glockengeläut      &       Kerze entzünden        &     Stille

Eingangsworte
lesen oder eine/r in der Hausgemeinschaft liest vor
Die Glocken läuten und rufen zum Gebet. Wir sind versammelt. An unterschiedlichen Orten. Zur gleichen Zeit. Im Glauben. Durch Gottes Geist verbunden mit vielen anderen.
Wir feiern in Gottes Namen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

Lied:        EG 503: 1, 6-8, 13     „Geh aus mein Herz“

Gebet
Wir hören ein Gebet zum Eingang nach Andrea Schwarz.
Gott, du hast Zeit und Raum geschaffen, und stellst uns Menschen in diese Welt.
Jeder Morgen von dir geschenkt. Vor uns ein neuer Tag,
voll Bangen und Lust, Grenzen und Möglichkeiten.
Lass mich jeden Tag neu in seiner Einmaligkeit erleben.
Achtsam. Sorgsam für das Kleine sein. Jeder Abend geschenkter Tag.
Vor uns die Nacht lassen und spüren, sich ängstigen und ausruhen.
Lass mich jeden Abend neu die Endlichkeit erahnen.
Mein Tun und Sein in deine Hände geben.
Lös mich aus meinen Verstrickungen.
Lass mich wachsam sein für die Einmaligkeit meiner Tage.
Lehre mich jeden Tag zu zählen. Lehre mich die Kostbarkeit des Lebens.
Amen

Psalm (nach Psalm 23)
     Manchmal denke ich: Wo bist du, Gott?
     Ich kann dich nicht sehen. Bist du weit fort?
     Dann seh‘ ich mein Zimmer, den Daft und das Brot,
     die Blumen zum Freuen, in Blau, Gelb und Rot,
     die Mutter, den Bruder, die Freunde in Not,
     so vieles zum Danken! Ich sehe dich, Gott!
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
     Manchmal frag ich: Gott, muss das sein?
     Warum sind so viele Menschen allein?
     Warum werd ich krank, schlaf vor Schmerzen nicht ein?
     Warum kann ich nicht auch mal der Erste / die Erste sein?
     Warum ist das Böse so hart wie Stein?
     Gott, lässt mich nicht allein?
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal
fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
     Manchmal denk ich: Dein Haus ist die Welt,
     der Himmel das Dach, das schützt, wie ein Zelt,
     die Erde ein Teppich, so bunt wie ein Feld,
     auf dem alles wächst, was wirklich zählt:
     Lachen und Weinen und Frohsein, - nichts fehlt!
     Hier darf ich wohnen – in deiner Welt!
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Amen

Lied:        EG 621    „Ins Wasser fällt ein Stein“

Lesung    Matthäus 20,1-16    (aus der Einheitsübersetzung)
1 Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. 2 Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. 3 Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten.
4 Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. 5 Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso. 6 Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
7
Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! 8 Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten! 9 Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. 10 Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denar. 11 Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn 12 und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen.
13 Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nichteinen Denar mit mir vereinbart? 14 Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. 15 Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin? 16 So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.

Lied:         EG 432    „Gott gab uns Atem“

Impuls
Wer war eigentlich diese Hildegard von Bingen? Der Name ist durchaus bekannt, aber was hat sie eigentliche gemacht, dass der Name auch heute noch geläufig ist? In diesem Zusammenhang fallen mir Dinge, wie Ernährung oder Umgang mit Kräutern ein. Wenn man sich ein bisschen mit Hildegard von Bingen beschäftigt, stellt man fest: Sie muss eine beeindruckende und weise Frau gewesen sein. Die Menschen kamen zu ihr und baten Sie um Hilfe und sie hat geholfen, geheilt und beraten. Nicht nur das einfache Volk kam zu ihr auch die Mächtigen baten sie um Rat. Sie war eine Visionärin und im Denken ihrer Zeit ein ganzes Stück voraus. Hildegard hatte ihr ganzes Leben lang gesundheitliche Probleme. Ihr Körper hat ihr immer wieder einen Strich durch ihr Engagement gemacht und hat sie immer wieder zurückgeworfen.
Relativ früh hat Hildegard angefangen sich mit Kräutern und deren heilender
Wirkung zu beschäftigen, um ihre körperlichen Leiden erträglich zu machen.
Sie hat ihre Schwäche erkannt und eine Stärke daraus gemacht. Indem sie sich das erworbene Wissen und die Erkenntnisse über Heilung zunutze gemacht hat und dieses Wissen auch an andere weitere gegeben hat.
Können wir uns selbst dies nicht auch zum Vorbild nehmen? Schaffen wir es unsere eigenen Schwächen zu erkennen und sie in Stärken umzuwandeln?
Schwäche ist ja üblicherweise etwas, dass man sich nicht eingestehen möchte. Deshalb zuallererst die Frage, wo liegen denn meine Schwächen?
Daraus ergibt sich die Frage: Und wie kann ich diese Schwäche in eine Stärke umwandeln?
Es muss ja nicht gleich eine schriftliche Sammlung über die Heilkraft von Kräutern sein, allerdings kann dieser kurze Exkurs vielleicht dazu dienen, auf sich selbst zu schauen und zu erkennen, dass Schwächen nicht immer nur schlecht sind, sondern die ein oder andere Schwäche Anstoß sein kann, um eine Stärke zu entwickeln.

Lied:        EG 632    „Wenn das Brot, das wir teilen“

Fürbitten
1.    Herr, gib uns Mut unsere Meinung zu äußern, unsere Visionen zu teilen und Verständnis und Akzeptanz, um die Meinungen anderer zu respektieren.
2.    Herr, hilf uns unsere Schwächen nicht zu verstecken, sondern dazu zustehen
und sie in Stärke zu verwandeln.
3.    Herr, steh denen bei, die in Not sind, die krank sind, die ausgegrenzt werden,
die einsam sind. Schenke ihnen Menschen an ihre Seite, die sie unterstützen, begleiten und helfen. Stehe auch ihnen bei und verleihe ihnen Kraft und Ausdauer, um anderen Gutes tun zu können.
4.    Herr, wir danken dir für die Früchte der Bäume und das Getreide auf den Feldern. Wir danken dir für die heilende Wirkung von Kräutern und die Schönheit der Blumen. Herr, deine Gaben sind vielfältig und deine Schöpfung wunderbar.

Vaterunser

Lied:         EG 610    „Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer“

Segen  
 
Die Segensworte sind von Hildegard von Bingen:
Die Seele ist wie der Wind, der über die Kräuter weht, und wie der Tau, der auf die Wiesen träufelt, und wie die Regenluft, wie wachsen macht. Genauso ströme der Mensch ein Wohlwollen aus auf alle, die da Sehnsucht tragen. Ein Wind sei er, der den Elenden hilft, ein Tau, indem er sie Verlassenen tröstet, und Regenluft, indem er die Ermatteten aufrichtet, und sie mit der Liebe erfüllt wie Hungernde, indem er ihnen seine Seele hingibt.
Amen.

Stille      &      Kerze auspusten

Diese Seite:Download PDFDrucken

KircheZuHause

.

Riedstädter feiern verbunden im Glauben gemeinsam Gottesdienste zu Hause.

Ein wöchentliches Angebot der fünf evangelischen Kirchengemeinden in Riedstadt
(Crumstadt – Erfelden – Goddelau – Leeheim – Wolfskehlen)

Vorbereitungsgedanken:
Es hilft, sich einen ruhigen Ort zu gestalten, vielleicht auch ein klein wenig dekorativ, um sich wohlzufühlen. Sorgen Sie dafür, dass Sie die nächste Zeit ungestört verbringen können. Stellen Sie eine Kerze hinzu. Legen Sie sich ein Gesangbuch und ein Feuerzeug bereit.
Wenn Ihnen das Singen schwerfällt, lesen Sie sich die Liedtexte laut vor.
Das laute Lesen (auch der anderen Texte) eröffnet Ihnen einen tieferen Zugang.
Wenn Sie das Geläut der Kirche hören können, zünden Sie die Kerze an und verweilen in der Stille. Ansonsten beginnen Sie mit dem Lesegottesdienst um 10 Uhr. Damit wissen wir uns alle – obwohl getrennt - in einer großen Gemeinschaft doch verbunden...

Vorbereitung: Kerze – Gesangbuch

 

 

to top